Freitag, 1. Juli 2011

#GreekRevolution: Schluss mit Populismus und Neustart für die Aganaktismenoi [Teil 1]

Seit dem Beginn der Proteste in Griechenland habe ich mich über die einseitige Berichterstattung gewundert, die durch Tränengas, Schlagstöcke und reaktionäre Anarchos geprägt wurde. Als ich auf dieses Video gestoßen bin, war mir eines klar: hier wird medial bewusst nur eine Seite beleuchtet.


Weitere professionelle Videos von den Demonstranten folgten. Als ersten vernünftigen Artikel entdeckte ich ein Interview mit der griechischen Politologin Zoe Lefkofridi, indem erstmals von dem "Tahrir Platz" der Griechen - Syntagma-Platz - gesprochen wurde und die Demonstranten nicht als Horde wahnsinniger Träumer beschrieben wurden.

Interview
Das war der Punkt, an dem ich beschlossen habe Kontakt mit Griechen aufzunehmen, um ein ausgewogeneres Bild von den Griechen zu zeigen, über die ganz Europa seit dem ersten Hilfspaket lacht. Anfänglich half mir ein "grazer" Grieche, doch gestern konnte ich ein schriftliches Interview mit einer griechischen Anwältin - Evi Papa - führen, die sich seit Beginn der Protestbewegung engagiert hat und mir ausführlich Auskunft gab - dabei sprach sie nicht als offizielle Repräsentantin, sondern als eine Person unter vielen der Aganaktismenoi - empörte Bürger, die gegen die politische Klasse und den EU-Sparkurs demonstrieren.
In dieser Artikelserie soll es nicht um Media Machenschaften gehen, die im Kontext von Portugal, Spanien, Griechenland und Italien sehr aufschlussreich wären. Ziel soll es sein, auf 3 Punkte einzugehen, um Griechenland in das rechte Licht zu rücken: Anfangs werde ich versuchen die Ursache zu beleuchten, in Folge die Proteste und die möglichen Chancen/Erfolge der Protestbewegung darzustellen.


What really happend
Soviel vorab: an Griechenland soll ein Exempel statuiert werden; die internationale Politik hat jahrelang nichts unternommen, gegen ein politisches System, das aus politischen und unternehmerischen Eliten bestand. Die griechische Bevölkerung trug natürlich durch die Wahl der Politiker dazu bei, aber Gesetze wurden so gebogen - wir erinnern uns an Italien -, dass die Politiker nicht belangt werden konnten. Der Premierminister George Papandreou trug schlussendlich vor dem ersten Hilfspaket maßgeblich dazu bei, dass Griechenland belogen und in die Offensive gehen musste.

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